RECAP: MS DOCKVILLE 2016 x SMIRNOFF SOUND COLLECTIVE

von Quirin Gockner

Eindeutig einzigartig war das Dockville 2016 – und doch schon zum zehnten Mal konnte man dieses Jahr vom 19. – 21. August den Klängen in den Docks von Hamburg lauschen. Dem Jubiläum gerecht wurde das Line-Up in jedem erdenklichen Fall. Wir haben uns vom Smirnoff Sound Collective hinreißen lassen und dieses unglaublich heterogene Festival für euch zusammengefasst. Vier Tage voller sonnig warmer Glitzer Gedanken lassen uns im
vergleichsweise geradzu staubigen Berlin ans Wochenende zurückdenken.


#1 L O C A T I O N

Gerade einmal einen Katzensprung ist die wohl schönste Perle Norddeutschlands von Berlin entfernt, was es uns auch ermöglicht hat nach einem trockenen Arbeitstag direkt in den Zug zu hüpfen – next Stop – Dockville. Beim nächtlichen Schlendern aufs Gelände sind die ersten Impressionen unerwartet visuell – riesige Lichtinstallationen auf den alten Speichern tauchen den gesamten Pitch in ein weitreichendes Farbspektrum. Wir lassen uns von den sanften Klängen Super Flus am Vorschot vorbei leiten und finden den Weg über zahllose Brücken, hin zum Sound Collective Camp, der von diversen rot besprühten Wohnwagen gesäumt ist. Kaum Zeit um all die Gimmicks dieser ausrangierten Trailer zu begutachten (Mini-Disco, Bar, Goodie-Wagon) tingeln wir auch schon durch diverse illuminierte Holzskulpturen und pinke Rauchschwaden Richtung Hauptschot zu den Jungs von der Insel – Bastille. Spätestens hier schließt der auditive Kontent zum visuellen auf – wir sind definitiv angekommen an einem der cremigsten deutschen Festival-Spots.

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#2 M U S I K

Der Abend nimmt seinen Lauf und man merkt – die Jungs und Mädels hinter den Vorhängen der MS Dockville haben beim Timetable gehörig die Köpfe rauchen lassen. Man hat das Gefühl die Übergänge der Musik leiten einen wie von alleine durch die pittoresken Szenerien mit den skurrilen Namen. Wir schweben gerade von Soukie&Windish im Nest zu David August im Maschinenraum und weiter zu DJ Paypal in der Klüse – und das war nur unser erster Tag – stunning! Überaus überrascht waren wir auch an Tag zwei von Loyle Carner im „Butterland“. Unser doch sehr elektronisch geprägter Musikgeschmack wurde hier in eine South London Rap Music getaucht, die unsere Nackenmuskeln zur vollkommenen Entspannung wippten – big up! Kurz erschrocken war ich, als zwei Trainer Boys mit Bauchtasche von der Absperrung über den Graben – somit über mich und meine Kamera sprangen und nach einem kurzen Zucken Loyles plötzlich mit ihm Arm in Arm deepste Lyrics zum besten gaben. Ein paar Autogramme auf weißen Tankys und wehemente Besämpftigungen der Securities ging die Sache glimpflich für alle Beteiligten aus. Was meinte Mr. Carner noch: „You ****** bastards `ve made my day.“ Andere Genres, andere Vibes – Grandbrothers und die Jungs von Honne verzauberten uns tagsüber und ließen die Unmengen an Glitzergesichtern in der Hafensonne noch ein wenig mehr aufblitzen. Crystal Fighters und die Foals, die gefühlt den halben Nachmittag an der Tischtennisplatte im Backstage verbracht hatten, wurden Ihrem Credo als Head-Liner mehr als gerecht und waren sich auch für ein anschließendes Bad in der Menge nicht zu schade. Anschließend die Nacht zu den Beats von Rødhåd, Monkey Safari und RSS Disco ausklingen lassen, gehört ab diesem Wochenende sicherlich auch zu einem meiner Lieblingsbeschäftigungen. Vielen Dank dafür.

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# 3 A T M O S P H Ä R E

Purpurfarbener Rauch, Brettholz Verschläge à la Bar25, Götzenfiguren aus Spiegelsplittern und eine ganze Menge gut verpackter Musik – das Dockville ist erwachsen geworden – und das ganz nach unserem Gusto. Eine Symbiose aus Kunst und Musik – so wird dieses Fest seinem Namen gerecht. Es gibt kein MSD Klientele – und das ist auch gut so; Gumistiefel-Geeks, Glitzer-Girls, Hippe-Hopper, Ranzige-Raver und Proleten-Punks – wir waren von der Mischung begeistert. Genau dieses heterogene Feeling wird uns nächstes Jahr wieder dazu treiben in den Norden zu tingeln. Eindeutig einzigartig war und hoffentlich bleibt das Dockville in HH.

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Wir danken Smirnoff für die Einladung zum Dockville. 


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