„Klotzen statt kleckern“ – So war die Time Warp 2016

Eine ganze Riege renommierter Acts, gewaltige Floors, Sound, der sich wie ein Brett über eben jene legt und Visuals, die alle Floors trotz ihrer Größe zum strahlen brachten. Das war die bereits 20. Mannheimer Time Warp in Folge. Auch wir waren Dank der herzlichen Einladung unserer Freunde von Warsteiner erstmals dabei, als die Techno-Großveranstaltung auch in diesem Jahr rund 20.000 Besucher nach Mannheim lockte und wir uns so erstmals einen Eindruck von der eintägigen Techno-Veranstaltung verschaffen konnten, die es so definitiv nur einmal in Deutschland gibt.

Das Line Up

Natürlich kennen wir die Time Warp schon mehrere Jahre und wissen, dass sie für ein Line-Up steht, dass man so wohl nur in den seltensten Fällen erleben darf – zumindest, wenn man von der Berühmtheit der Acts spricht, die die Veranstalter alle Jahre wieder in die Maimarkthalle nach Mannheim holen. Im nunmehr 20. Jahr in Folge kampieren nämlich all die DJs und Live Acts zum eintägigen Rave, die sich ein Techno-Jünger mit Sicherheit nur wünschen kann: Schwergewichte wie Richie Hawtin, Ricardo Villalobos und Tale of Us geben sich in dieser Nacht die Hand mit nicht minder bekannteren Acts wie Maceo Plex – der übrigens erstmalig in Mannheim performte – Recondite, Dixon oder auch Henrik Schwarz. Geballte 40 der wohl bekanntesten und renommiertesten DJs und Acts unserer Generation auf einem Haufen? Die Time Warp macht’s möglich.

Wer allerdings Abwechslungsreichtum im Genre erwartet oder einen Floor sucht, bei dem die 130bpm nicht geknackt werden, der dürfte es bei diesem Event etwas schwerer haben. Denn die Time Warp ist und war schon immer ein Rave auf 6 Floors, für 20.000 Leute in nur einer Nacht. Dixon, der für sein grandioses Storytelling bekannt ist und geliebt wird, ist einer der wenigen Ausnahmen, der sein Set zumindest in den Anfangsminuten dreamy startet, bis ihm ernüchternde Gesichter dazu zwingen einen Gang höher zu schalten. Nur Laurent Garnier, dem übrigens schon Jahre lang die Ehre zu teil wird, den lichtdurchfluteten Pavillon und wohl kleinsten Floor im Morgengrauen zu schließen, schraubt einen Gang runter und entlässt seine Hörer tiefenentspannt dafür allerdings glücklich am Sonntag Morgen gegen 11 Uhr in den verdienten Schlaf.

Von nah und fern – Das Publikum.

Das Publikum, ja das Publikum. Wer introvertierte, schwarz gekleidete, auf Understatement setztende Club-Gänger liebt, die schüchtern in der letzten Ecke an ihrem Moscow Mule schlürfen, der ist mit Sicherheit vorerst enttäuscht, denn auf der Time Warp geht es bunt daher. Italien, Holland, Frankreich, Deutschland – die Time Warp in Mannheim zieht Zuschauer aller Herrensländer an und dabei geht es logischerweise auch manchmal laut, hektisch und manchmal auch ungewohnt daher. 

Die guten Neuigkeiten: Auch bis in die frühen Morgenstunden und bei steigendem Alkoholpegel bleibt die Stimmung ausgelassen, der Umgang miteinander Respektvoll und bis auf einigen Ausfallerscheinungen wohl weitestgehend friedlich daher. Das ist wohl auch dem kompetenten Sicherheitspersonal geschuldet, die das Grinsen im Gesicht in keiner Minute ihrer zugegebenen langen Nacht nicht verloren. Und das, obwohl es an der einen oder anderen Tür zu Stoßzeiten schonmal länger dauerte.

Surrounding

Eine gute Organisation, kaum Wartezeiten, ein gestaffeltes Line Up, bei dem sich das Gefühl trotz hoher DJ-Dicht etwas verpasst zu haben zu keiner Minute einschlich und eine technische Umsetzung, die jeden Organisator mit Neid erblassen lässt, machte die Time Warp zu einem Event, dass man mit Sicherheit mal erleben muss. Auch im Food Court ging es wie auf den riesigen Floors selbst allerdings bescheiden zu, was man bei dieser Eventgröße und Kürze sicher keinem Übel nehmen darf: Schnelle Sattmacher zu guten Preisen. Ebenso schnell ging es an den Zapfsäulen zu, an dem man sich ein frisch gezapftes Warsteiner in Windeseile zu seiner Thüringer Rostbratwurst ordern konnte, bevor es frisch gestärkt auf einen der sechs Mammut Floors ging.

Resümee: Once in a lifetime

Großveranstaltungen wie die Time Warp werden nie zu meinem Event werden. Das wusste ich bereits vorher. Doch trotzt meiner anfänglichen Bedenken stellte sich ganz scnell heraus, dass die Time Warp ein Event ist, was jeder Musikliebhaber mindestens einmal im Leben erlebt haben muss: Ein massentaugliches Event mit hochkarätigen DJs aus aller Welt, einer ausnahmslos guten Organisation bei kraftvollen Sound und noch viel besserem Licht. Obwohl ich auch in Zukunft wohl lieber auf kleinen Festivals wie der Nachtdigital meine Hüften kreise, kann ich doch tatsächlich jedem da draußen empfehlen, sich zumindest einmal selbst ein Bild von dem Event zu machen, dass es so da draußen mit Sicherheit nur einmal gibt. 

DISCLAIMER: Unter dem Hashtag #musikdurstig und auf der Websitewww.musikdurstig.de sowie bei Warsteiner auf Facebook bekommt ihr weitere Informationen zur Time Warp 2016 und anderen musikalischen Festival Highlights.


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