Wie entstand Eure Liebe zur Musik?

Wie entstand Eure Liebe zur Musik fragten wir euch beim Gewinnspiel für das Ritter Butzke heute Abend. Und hier sind zwei der Einsendungen, die uns erreichten: 

1“Liebe zur Musik – ein langer Weg (nicht so wie der Weg in die Butzke) in wenigen Worten:

Als kleiner Fratz zu Lambada geschunkelt,
in den 90ern What is Love gemunkelt,
später dann zu At the Drive-In gerockt
und Freunde mit oft Techno geschockt,
bin ich heutzutage überall zu finden,
denn Musik ist das Beste – sag ich nicht nur, um Eindruck zu schinden.”

2. “Da gibt es 2 Anfänge, die ineinander verlaufen: 
Der erste war geprägt von einem Versuch, sich frühzeitigen abkapseln zu wollen von allem, was war und ist und vielleicht auch sein wird (das denkt man zumindest mit 14 mit seinem leicht begrenzten Horizont) —> die Rebellion gegen das System. Also los ging’s mit der einzigen Alternative, die es in meiner Region gab und die war Punkrock. Die einzige Möglichkeit anders zu sein, wenn man noch nicht über den Tellerrand hinausschauen kann. So ist das in einer dörflichen Umgebung, von der man jetzt sagen kann, dass es da einfach nichts gibt. Der Ausflug in die elektronischen Klänge kam mit dem ersten Besuch bei Nachti 5, wo alles noch 1-Tages-Sause war und ich mir den Abend mit Pfandsammeln finanziert habe. Da musste man schon genau rechnen wenn man einen redbull wollte (früher stand man noch auf sowas). Liebe zu der Musik konnte man das noch nicht nennen, aber da man dann ja jedes Jahr die Selektion des guten Geschmacks präsentiert bekam und mit der ND-Familie eins wurde und unter dem Einfluss seiner Schwester stand, dazu kamen noch die ersten WG-Party-Besuche in Leipzig (was auch wieder aufs Schwesterherz zurückzuführen ist) - da hat es so langsam gedämmert!!! 

Wenn man sich in jeder Stimmungslage entspannen oder sagen wir eher in jeder Stimmungslage begleitet wissen will oder wie man so schön sagt: beim Augenschließen das Fliegen lernt – genau das ist elektronische (ich hab bewusst elektronische Musik geschrieben, um die Vielfalt die dahinter steht zu präsentieren) Musik für mich jetzt. Nicht mehr Abgrenzung zu anderen, so wie früher, sondern ein Zusammenkommen mit Freunden, die alle gern fliegen lernen. Und man muss ja anmerken, dass der mensch nur ein Engel mit einem flügel ist und um fliegen zu können, braucht man halt zwei. Man kann es natürlich auch wie DJ Koze in einem seiner letzten Interviews sehen: “…der vor allem Angst hat und sich nur in der Musik frei von Angst entfalten kann…” – auch wenn da ein bisschen Übertreibung mit dabei war. 
Musik beschreibt für mich – nun und jetzt und hoffentlich immer – die wunderbare Symbiose des Fallenlassens und Festgehaltenwerdens, wie auch das Treiben lassen und doch ein selbstbestimmter Freischwimmer zu sein…”


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